Die Lebensversicherung

Bei der Lebensversicherung verfolgt der Kunde in der Regel das Ziel, seine Angehörigen für den Fall seines Todes abgesichert zu wissen. Daher ist es die Hauptpflicht des Versicherers, nach dem Eintritt des Versicherungsfalles den vereinbarten Betrag an Kapital oder Rente zu bezahlen. Ihre Verpflichtung ist es im Wesentlichen, die Prämie zu zahlen.

Rechtsgrundlage sind die allgemeinen Versicherungsbedingungen (ALB) sowie ergänzend die Vorschriften der §§ 150 ff. des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG).

Grundlegend ist zu differenzieren nach Todesfall- und Erlebensfallversicherung. Zum Teil gibt es Mischformen. Zu den Todesfallversicherungen gehören die Risikoversicherung, die Restschuldversicherung, die Sterbegeldversicherung.

Bei der Risikoversicherung besteht ein Leistungsanspruch nur dann, wenn der Todesfall während der – begrenzten – Vertragslaufzeit eintritt. Der Eintritt des Versicherungsfalls ist hier ungewiss und daher auch die Prämie entsprechend gering. Bei der Restschuldversicherung wird die Tilgung eines Kredits nach dem potenziellen Ableben des Schuldners abgesichert. Die Sterbegeldversicherung hat die unbedingte Zielsetzung, unter anderem die Beerdigungskosten des Versicherungsnehmers zu decken.

Zu den Erlebensfallversicherungen zählen die Kapitalversicherung, die Rentenversicherung, die fondsgebundene Lebensversicherung. Bei diesen Versicherungsarten wird eine bestimmte Ablaufleistung, die mal mehr oder weniger genau bestimmt ist, zum Stichtag fällig. Rentenversicherungen werden oft zusätzlich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kombiniert (link zur BerufsunfähVers).

Oft rankt sich der Streit um die Berechnung der Ablaufleistung und Stornokosten, wenn der Vertrag vor dem Ende der meist sehr langen Laufzeit gänzlich gekündigt oder beitragsfrei gestellt wird. Hier geht es oft um nicht ganz unerhebliche Beträge, die die Versicherer den Kunden faktisch vorenthalten. Nicht zuletzt der Bundesgerichtshof und auch die Reform des Versicherungsvertragsgesetzes haben zur Klärung alter aber auch zur Entstehung neuer Streitfragen beigetragen.

Auch die Haftung der Berater bei eher risikoträchtigen Rentenfonds oder anderen Anlagestrategien sind ein Gebiet (link zu Haftung der Vermittler), mit dem ich mich beschäftige. Gerade die Bankenkrise lässt weiteren juristischen Klärungsbedarf zum Umfang der Beratungspflichten und zur Haftung der Vermittler auf Schadenersatz im Einzelfall produzieren.

Lebensversicherungen sind beleihbar und können verkauft werden. Dies ist oft eine kostengünstige Alternative zu einer vorzeitigen Vertragsauflösung. Auch hierzu kann ich Ihnen Informationen geben.

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