Privates Krankenversicherungsrecht

Bei der privaten Krankenversicherung handelt es sich um eine freiwillige Versicherung. Die private Krankheitskostenvollversicherung  bietet in der Regel mindestens die Leistungen, die der Art nach den Leistungen der gesetzlichen Kassen entsprechen. Diese Leistungen können freilich bei Vertragsschlusserweitert oder vermindert werden – je nach persönlichem Geschmack.

Bei dieser Versicherung handelt es sich um eine sogenannte Schadenversicherung. Vereinfacht gesagt ersetzt die Versicherung den Schaden, der dem Versicherten dadurch entsteht, dass eine medizinisch notwendige Heilbehandlung wegen Krankheit, Unfall oder dergleichen zu einer finanziellen Aufwendung führt. Selbstverständlich geschieht dies sodann im Rahmen der zugrunde liegenden Versicherungsbedingungen sowie der versicherungsrechtlichen Spielregeln. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass ein wirksamer und fälliger ärztlicher Anspruch des Arztes vorliegt (also eine korrekte Abrechnung vorallem).

In diesem Bereich stellen sich leider oft medizinrechtliche Fragen nach der Berechtigung der ärztlichen Abrechnung. Leider verstoßen auch die Ärzte in Zeiten knapper Kassen zum Teil gegen dort zu beachtende Spielregeln. Auch Beihilferegelungen und Aufklärungspflichten der Ärzte sind zu beachten. Selbstverständlich berate ich Sie auch zu diesen Fragen oder empfehle Sie an meinen kooperierenden Medizinrechtler.

In welchem Umfang z. B. private Arztrechnungen aus versicherungsrechtlicher Sicht  zu begleichen sind (Stichwort: Übermaßbehandlung) oder aber ob gewisse Therapieansätze überhaupt erstattungsfähig sind (Stichwort: künstliche Befruchtung, alternative Medizin), sind Fragen, die ich Ihnen gerne beantworte.
Ferner sind Vergütungsvereinbarungen von Chefärzten, andere Wahlleistungsvereinbarungen, Kostenerstattungen spezieller Kliniken und Anstalten häufig ein Zankapfel mit dem Versicherer. Auch hier werde ich gerne für Sie tätig.

Gerade für den privaten Krankenversicherungsvertrag stellen sich Fragen zu den vertraglichen Mitwirkungspflichten und den Obliegenheiten vor, während und nach dem Vertragsschluss. Bei deren Missachtung ergibt sich oft die rechtliche Problematik, ob ggf. der Versicherungsvertrag aufgehoben oder geändert werden kann. Beispielhaft zu nennen ist der Vertragsabschluss im Wissen einer schweren Erkrankung.

Vor dem Hintergrund der erheblichen wirtschaftlichen Nachteile bei Neuabschluss eines Krankenversicherungsvertrages aufgrund z. B. einer Kündigung (Stichwort: Gesundheitsprüfung und Prämienanstieg)  besteht hier im Falle eines Falles dringender Handlungsbedarf. Es gibt zu diesem Problemkreis viel oberinstanzliche versicherungsrechtliche Entscheidungen, die die Pflichten des Versicherungsnehmers aber auch des Versicherers in derartigen Fällen konkretisieren.

Ferner ist Gegenstand des privaten Krankenversicherungsrechts auch die Krankentagegeldversicherung sowie die private Pflegeversicherung. Bei der privaten Krankentagegeldversicherung gibt es häufiger Streit um die Frage der Berufsunfähigkeit- und oder Arbeitsunfähigkeit oder um die Verletzung von Obliegenheiten.

Sie haben Fragen zu Ihrer privaten Krankenversicherung? Ihr Problem wird hier nicht erwähnt? Kommen Sie auf mich zu! Ich arbeite auch mit seriösen Maklern oder Agenten zusammen und biete Ihnen umfassende Hilfe an!

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